Lachgassedierung

Was ist Lachgas?
Lachgas - Distickstoffmonoxid (N²O) - ist ein gut wasserlösliches Gas, das leicht süßlich riecht und in einer Konzentration von 50% in der Atemluft schmerzstillend, beruhigend und leicht narkotisierend wirkt. In Amerika, Australien, England, Skandinavien und vielen anderen Ländern wird es heute als hervorragendes Hilfsmittel bei der Behandlung von ängstlichen Patienten erfolgreich eingesetzt. Zu unrecht kämpft Lachgas heute teilweise gegen seinen schlechten Ruf, den es sich durch die negative Publizität als exklusiver Stimmungsmacher eingehandelt hat.

Wie wird Lachgas angewendet?
Eine Lachgassedierung beginnt mit dem Einatmen von reinem Sauerstoff zur Einstellung des Atemflusses. Danach wird Lachgas beigemischt und unter Rücksprache mit dem Patient das Gasgemisch auf eine angenehme Konzentration nivelliert. Die Behandlung erfolgt danach wie gewöhnlich unter lokaler Anästhesie. Die Injektion wird erst nach der Gabe von Lachgas gesetzt um auch die Angst vor Spritzen zu nehmen.

Wie erfolgt die Behandlung?
Die Behandlung von Angstpatienten mit Lachgas erfolgt heute über eine kleine Nasenmaske, durch die ein Gemisch von Sauerstoff und Lachgas verabreicht wird. Der Patient empfindet ein Gefühl der Leichtigkeit und Entspannung und gelangt in einen angenehmen Ruhezustand. Er ist jedoch jederzeit ansprechbar, Herr seiner Sinne und verliert nie die Kontrolle über sich selbst. Angst und Verspannung lösen sich und weichen einem beruhigendem Gefühl der Geborgenheit. Der Patient kann innerlich los lassen und angenehmen Gedanken frei nachgehen. Neben der Angst wird auch das Schmerzempfinden reduziert. Das Setzen der Betäubung wird fast nicht mehr wahrgenommen. Sogar extremer Würgreiz und starker Schluckreflex sind praktisch aufgehoben.

Was für Nebenwirkungen hat die Lachgassedierung?
Durch die sehr variable Steuerfähigkeit des Sauerstoff-Lachgas-Gemisches kann der Zahnarzt die Intensität der Sedierung jeder Zeit verändern und so optimal auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten eingehen. Nach Beendigung der Lachgassedierung wird reiner Sauerstoff gegeben, worauf der Lachgaseffekt gänzlich aufgehoben wird und der Patient die Praxis selbstständig und mit klarem Kopf verlassen kann. Bei Millionen von dokumentierten Anwendungen in den USA ist es bisher zu keinem einzigen Zwischenfall gekommen. Als sehr seltene Nebenwirkungen können Überlkeit und Erbrechen auftreten.

Wann kann eine Lachgassedierung nicht durchgeführt werden?
Einschränkungen in der Anwendung von Lachgas ergeben sich bei Patienten mit behinderter Nasenatmung, Lungenemphysem, Schwangerschaft, Mittelohrentzündungen, aktueller Hals-Nasen-Ohren Operation, Kleinkindern und Patienten mit hochgradiger geistiger Behinderung.