Tipps von Ihrem Zahnarzt für Mundhygiene während Schwangerschaft

Optimieren Sie Ihre Mundhygiene
Aufgrund der Hormonumstellung in der Schwangerschaft kann sich das Zahnfleisch leichter entzünden. Lassen Sie sich daher in Ihrer Zahnarztpraxis zeigen, wie Sie jetzt insbesondere die Zahnzwischenräume reinigen, und putzen Sie ab dem vierten Monat häufiger als zweimal täglich die Zähne. Für die Mundhygiene zwischendurch haben sich Zahnpflegekaugummis, zuckerfreie Bonbons und Pastillen zur Zahn- bzw. Mundpflege bewährt. Sie aktivieren den Speichel als natürliches Schutzsystem für Zähne und Zahnfleisch.

Gerade in der Schwangerschaft zum Zahnarzt
Zahnärzte empfehlen mindestens zweimal in der Schwangerschaft einen Zahnarztbesuch. Eine unbehandelte Zahnfleischentzündung (Parodontitis) gilt nämlich als Risikofaktor für eine Frühgeburt und niedriges Geburtsgewicht.

Haben Sie Fragen zum Thema Zahnpflege in der Schwangerschaft? Wollen Sie wissen, welche Folgen Röntgenstrahlen, Amalgamfüllungen oder dringende Zahnbehandlungen für Sie und Ihr Kind haben können?
Wenden Sie sich vertrauensvoll an unseren Zahnarzter wird Sie gerne beraten.

Karies ist ansteckend!
Wussten Sie, dass Sie Bakterien, die Karies verursachen, auf Ihr Kind übertragen können, sobald es auf der Welt ist? Deshalb sollte Karies bei werdenden Müttern unbedingt behandelt werden, denn die Gefahr, das Neugeborene mit kariesrelevanten Keimen (= Streptokokkus Mutans-Bakterien) zu infizieren, ist bei einer Mutter mit unbehandelter Karies deutlich höher. Nehmen Sie grundsätzlich nicht den Schnuller oder Breilöffel des Babys in den Mund, um die Übertragung zu vermeiden.

Ernährung in der Schwangerschaft
Schwangere haben oft Heißhunger auf Süßes und Saures. Doch dadurch entstehen Säuren im Mund, die den Zähnen schaden. Durch häufiges Erbrechen kann sich das Problem verschärfen. Spülen Sie nach dem Erbrechen den Mund mit Wasser oder einer fluoridhaltigen Mundlösung aus und putzen Sie erst ca. eine Stunde danach die Zähne. In der Zwischenzeit können Zahnpflegekaugummis helfen, Säuren zu neutralisieren.

Was Sie lieber nicht essen sollten
Besondere Vorsicht ist bei Lebensmitteln geboten, die Toxoplasmosen (z.B. rohes Hackfleisch, Tartar), Salmonellen (z.B. Speisen mit rohen Eiern) oder Listerien (z.B. Rohmilchkäse) enthalten können. Der Grund: Infektionen der Mutter können auch auf das Baby übertragen werden.

So beugen Sie Sodbrennen vor
Meiden Sie Fettes, Scharfes und Saures und nehmen Sie lieber mehrere kleine Zwischenmahlzeiten anstelle von drei großen Hauptmahlzeiten ein. Kaffee sollten Sie in der Schwangerschaft reduzieren. Auch hier empfiehlt sich immer wieder mal das Kauen eines Zahnpflegekaugummis, der den Speichel stimuliert und dadurch mithilft, die Magensäure zu neutralisieren.

Kauen hilft Verdauen
Kräftiges, langes Kauen massiert das Zahnfleisch und beugt Entzündungen sowie Verdauungsproblemen vor. Wählen Sie deshalb besonders kauintensive Lebensmittel, wie z.B. frisches Gemüse, Hülsenfrüchte, Brot und Getreide. Kochen Sie möglichst „al dente“.

Auf Kalziumzufuhr achten
Ab dem fünften Monat braucht Ihr Baby im Mutterleib zunehmend Kalzium für die Knochenentwicklung. Trinken Sie viel Milch sowie kalziumreiches Mineralwasser und essen Sie Milchprodukte. Fragen Sie Ihren Gynäkologen, ob Sie zusätzlich ein Kalziumpräparat einnehmen sollten. Mittlerweile gibt es spezielle Zahnpflege-kaugummis mit Kalziumzusatz.

Schwangere brauchen Vitamine
Decken Sie den erhöhten Nährstoffbedarf mit Nahrungsmitteln, die reich an Vitamin A bzw. Beta-Carotin, Vitamin C sowie Folsäure sind. Ein Mangel an Vitamin A und C schwächt die Schutzbarriere der Schleimhäute. Dadurch wird die Neigung zu Zahnfleischentzündungen verstärkt. Folsäure wird vor allem für die Blutbildung benötigt. Verwenden Sie am besten mit Jod, Fluorid und Folsäure angereichertes Speisesalz.





Eingestellt am 15.09.2010 von Dr. Wagner
Trackback

Kommentar hinzufügen:

Ihr Kommentar wird nach Überprüfung veröffentlicht.
Ihre persönlichen Daten werden nicht angezeigt.
Ihr Name:
Ihr Kommentar:
Registrieren: E-Mail Benachrichtigung bei neuen Kommentaren.
Registrierte Nutzer können Benachrichtigungen per Email
anfordern, unseren Newsletter abonnieren und weitere
Informationen erhalten.
Spamschutz: Bitte geben Sie die Zeichen auf dem Bild ein.


Bewertung: 0,0 bei 0 Bewertungen.
Wie hilfreich fanden Sie diese Informationen?
(1=wenig hilfreich, 5=sehr hilfreich)